Freitag, 4. August 2017

Game of Thrones – Staffel 1

Genre: Fantasy
Autor: George R. R. Martin (die originalen Bücher), David Benioff und D. B. Weiss (Creators)
Sender: HBO
Bildergebnis für game of thrones season 1Preis: 13€
Länge: 10 Folgen á 50-60 Minuten



  1. Handlung: Eddard Stark, Lord von Winterfell und Wächter des Nordens, wird von seinem alten Freund Robert Baratheon, König von Westeros, der mit ihm den Thron der sieben Königslande erobert hat, gebeten an seiner Seite als Hand des Königs zu regieren, nachdem die frühere Hand, Jon Arryn, verstorben ist. So macht er sich, zusammen mit seinen beiden Töchtern auf nach Königsmund, die Hauptstadt, in welcher sie in eine ihnen völlig neue Welt der Intrigen und stillen Machtkämpfe eintauchen. Gleichzeitig bereitet sich am anderen Ende der Welt Viserys Targaryen, Sohn des gestürzten Königs, mit seiner Schwester darauf vor, seinen rechtmäßigen Thron zurückzuerobern.
  2. Machart: Da es hierbei um die Serie geht, kann ich natürlich nichts über den Schreibstil sagen, weswegen ich die Machart als das filmische Äquivalent bewerten möchte. Hierbei muss man natürlich vor Augen haben, dass die erste Staffel bereits 2011 erschien, also 2010 produziert wurde. Dennoch finde ich die Serie ansprechend gestaltet, wenn man die reine Kameratechnik etc. betrachtet. Hier bin ich natürlich kein Profi, aber meine persönliche Meinung ist, dass sich die Serie schon zum Zeitpunkt der ersten Staffel auf einem recht guten Niveau bewegt, wenn man es allgemein mit anderen Serien vergleicht. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass Serien nie so aufwändig produziert werden wie Filme aufgrund der deutlich höheren Länge. Ich kann allerdings schon einmal insofern spoilern, dass man bei Game of Thrones in diesem Punkt eine sehr deutliche Steigerung sehen kann. Die 5., 6. und 7. Staffel, bewegen sich in der Machart auf einem ganz anderen Level, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass den Produzenten aufgrund des enormen Erfolges der Serie ein ganz anderes Budget zur Verfügung steht (da bewegen sich nämlich durchaus einige, fast schon viele, Szenen auf Kinofilm Niveau).
  3. Charaktere: Für mich sind wohl einer der größten Gründe Game of Thrones so zu lieben, wie ich es nun einmal tue, die absolut genialen und vielfältigen Charaktere. In der ersten Staffel noch nicht so bemerkbar (da die ganze Serie da absolut noch in den Startlöchern steht und man kaum erahnen kann, was noch alles auf einen zukommt), ist bei allen Hauptcharakteren, wie auch bei einigen Nebencharakteren, eine extreme Charakterentwicklung zu verzeichnen. Man kann sich am Anfang nicht einmal annäherungsweise Vorstellen, in welche Richtung sich der ein oder andere noch entwickeln wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass es bei Game of Thrones so unfassbar viele Charaktere gibt. Wer also nur die Serie schaut und nicht die Bücher liest, sollte gut aufpassen, denn zumindest in den Büchern gibt es inzwischen über 1000 (!) namentlich genannte Charaktere.
    Des Weiteren haben die Hauptcharaktere alle eine enorme Tiefe, wenn man über jeden irgendwann seine Vergangenheit erfährt, kann man von so gut wie allen Charakteren, so grausam sie auch sein mögen, die Handlungen nachvollziehen.
  4. Umsetzung: Die Handlung an sich wird meiner Meinung nach gut aufgebaut, schon am Anfang lernt man einen der Hauptkonfliktpunkte kennen, der aber dann wieder so fallen gelassen wird, dass man ihn fast vergisst, bis es dann brenzlig wird. Das kann einen natürlich stören, dass so eine wichtige Sache für mehrere Staffeln einfach fast komplett außer Acht gelassen wird, ich allerdings finde, dass eben hier ein bisschen Mitdenken von den Zuschauern gefordert wird, was für mich eher positiv zu bewerten ist.
    Im Allgemeinen ist die Serie (wie auch die Bücher) durch die sehr zahlreichen Handlungsstränge, extrem Komplex, was den einen gefällt, anderen jedoch, die nur Abends entspannt zum einschlafen eine Serie auf Sky schauen wollen, eher nicht.
  5. Cover: Das Cover der Serie ist entsprechend ihres Stils ziemlich düster und mittelalterlich gehalten. Zu sehen ist der eiserne Thron, auf dem schließlich so viele so gerne sitzen möchten und der zuvor genannte Lord Eddard Stark, wohl der wichtigste Hauptcharakter dieser Staffel.
  6. Ende: Noch etwas, was bei Game of Thrones stets gut gemacht ist. Das Ende und allgemein der Verlauf der Handlung ist nur sehr schwer bis unmöglich vorhersehbar und nicht selten fällt einem die Kinnlade herunter, weil man gerade nicht fassen kann, dass das, was man da gerade gesehen hat, wirklich passiert ist. Das Ende der ersten Staffel lässt quasi alles offen und sorgt für eine Menge Vorfreude vermischt mit ein bisschen Angst auf die nächste Staffel. Im Prinzip geht der wahre Konflikt nämlich erst ab der zweiten Staffel erst so richtig los. Sollte einem also die erste Staffel eher weniger gefallen, würde ich definitiv dazu raten, mindestens noch die zweite Staffel zu schauen, obwohl diese, so viel möchte ich sagen, mir persönlich nicht so gut gefällt wie die erste, danach geht es allerdings steil Bergauf ;) Deswegen sagte ich eben auch, dass ich dazu raten würde noch mindestens die zweite Staffel zu schauen.



Vor der Gesamtwertung möchte ich noch fragen, ob es euch gefällt nicht nur Buchrezensionen, sondern auch Reviews zu Serien zu lesen. Des Weiteren kann ich mir Vorstellen, dass einige gerne Reviews zu den einzelnen Büchern hätten, doch muss ich hier sagen, dass es sehr lang her ist, dass ich diese gelesen habe, sodass ich zwar allgemein etwas zu den Büchern sagen kann, jedoch die einzelnen nicht mehr von einander unterscheiden kann und ich auch im Moment nicht die Energie habe, alle nochmal zu lesen. Wenn ihr also eine allgemeine Rezension zu den ganzen Büchern haben möchtet kann ich die gerne schreiben, ihr müsstet es mich nur wissen lassen.



  1. Handlung: 33/40
  2. Machart: 9/15
  3. Charaktere: 15/20 (da die Entwicklungen erst später kommen)
  4. Umsetzung: 7/10
  5. Cover: 5/5
  6. Ende: 9/10



78/100



Gesamtwertung: 7.8 P
Genrewertung: 8.0 P

Mittwoch, 19. Juli 2017

Spiel der Zeit – Die Clifton Saga 1 - Jeffrey Archer


Spiel der Zeit – Die Clifton Saga

Genre: Historischer Roman
Autor: Jeffrey Archer
Verlag: Heyne
Preis: 10 €
Seiten: ca. 550
ISBN: 978-3-453-47134-4

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Archer_JSpiel_der_Zeit_Clifton_1_154410.jpg
Bildquelle 1, Bildquelle 2
1.     Handlung: Harry Clifton, ein Junge mit einer besonderen Stimme bekommt ein Chorstipendium. Damit taucht er in eine andere Welt ein. In die Welt der Reichen. Er lernt Giles Barrington, den Erben einer Schifffahrtsdynastie, kennen und die beiden werden beste Freunde. Doch die Beiden verbindet nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch ein Geheimnis, das den Tod von Harrys Vater umrankt. Wird dieses gelüftet und kann eine junge Liebe zwischen einem Clifton und einer Barrington Bestand haben.
2.     Schreibstil: Jeffrey Archers Schreibstil war mit sehr angenehm. Man konnte den Charakteren gut folgen und diese verstehen. Auch die Sicht eines kleinen Jungen ist ihm meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Eine Kindersicht ist ja immer besonders schwer interessant und nicht zu naiv zu gestalten. Die einzelnen Personen die Teile des Buches übernommen haben, hatten zudem auch irgendwie ihre eigene Stimme. Auch die Spannung wurde durch den Schreibstil aufrecht gehalten, da selbst die uninteressanten Stellen immer neue Informationen bereit gehalten haben. Auch die unterschiedlichen Bildungsstadien wurden durch die Sprache verdeutlicht. Sicher ist dieses Buch kein Sprachmeisterwerk, aber es ist grundsolide geschrieben mit einigen guten Elementen. Man kann das Buch flüssig lesen und somit die Handlung genießen.
3.     Charaktere: Die Charaktere des Buches sind sehr unterschiedlich und werden direkt zu Beginn des Buches klar definiert. Allerdings durchlaufen sie zum Teil auch große Veränderungen. Vor allem, da die Vergangenheit vieler erst spät aufgedeckt ist und man sie somit anders versteht. Harry ist für den Leser die Hauptperson und man kann sich am besten mit ihm identifizieren. Auch seine Eigenarten werden sehr gut herausgestellt und später wieder aufgegriffen. Die anderen Charaktere werden aus den Sichtweisen vieler Personen geschildert und somit von jeder anders wahrgenommen. Somit kann sich der Leser selber ein Bild darüber machen, wie er den bestimmten Charakter sehen möchte und will. Besonders deutlich wird das bei Giles und bei Harrys Mutter.
4.     Umsetzung: Das Buch ist in mehrere klare Abschnitte abgesehen von den Kapiteln unterteilt. Man bekommt die Handlung von verschiedenen Hauptcharakteren geschildert, die alle eine Rolle in der Vergangenheit und dem Verschwinden von Harrys Vater gespielt haben. Das macht das Buch so spannend, aber auch ebenso langweilig. Viele Handlungselemente werden wiederholt und auch wenn das Geschehen mit jedem Abschnitt weiter erzählt wird, bleibt es auch an den Übergängen stehen. Dadurch habe ich ein wenig von meiner Lesefreude verloren. Ich selber mag auch die Sicht vieler verschiedener Personen, möchte allerdings, dass sich die Handlung nicht zu weit wegbewegt. Alles in allem fand ich die Idee hinter der Umsetzung sehr gut, auch wenn ich glaube, dass man die Übergänge besser gestalten hätte können.
5.     Cover: Das Cover des Buches finde ich sehr schön und auch die Reihe als Ganzes gefällt mir in ihrer Aufmachung.
6.     Ende: Das Ende des Buches hat mich neugierig gemacht auf das nächste und mir wirklich richtig gut gefallen. Die letzten Kapitel waren toll und das Buch wurde dadurch gut abgerundet. Durch dieses Ende kann man die Bücher ordentlich weiterführen.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           34 / 40
2.     Schreibstil:         12 / 15
3.     Charaktere:        17/ 20
4.     Umsetzung:        4  / 10
5.     Cover:                  5  / 5
6.     Ende                     8 / 10

                                                       80 / 100

Gesamtwertung:   8.0 P
Genrewertung:      8.0 P

Verlag Link: Heyne Verlag




Freitag, 30. Juni 2017

If you stay - Courtney Cole


If you stay

Genre: Liebesroman/Erotik
Autor: Courtney Cole
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 9€
Seiten: ca. 320
ISBN: 978-3-426-51527-3

1.     Handlung: Mila und ihre Schwester halten zusammen und nach dem Tod ihrer Eltern führen beide das Familienrestaurant weiter. Doch eines schicksalhaften Abends lernt Mila Pax kennen, in einer denkbar ungünstigen Situation. Mila rettet Pax vor dem Tod an einer Überdosis. Normalerweise ist Pax das Gegenteil von einem Traumtypen, allerdings wird Mila trotzdem magisch von ihm und seiner dunklen Art angezogen. Doch kann die Liebe die tiefen Abgründe der Vergangenheit überwinden?
2.     Schreibstil: Den Schreibstil der Autorin habe ich als unangenehm empfunden. Man musste einige Sätze doppelt lesen und auch die Wortwahl war alles andere als einfallsreich. Das mag allerdings auch an der Übersetzung liegen. Der Wortschatz war meiner Meinung nach aber nicht ausreichend um ein Buch wirklich zu füllen. Die Beschreibungen von Charaktereigenschaften erfolgen auch meistens explizit.
3.     Charaktere: Damit wären wir auch schon bei den Charakteren die das Buch tragen. Zum Beginn des Buches dachte ich, dass mich die Personen wirklich fesseln würden, vor allem in Pax, auch wenn ich den Namen schrecklich finde, habe ich große Hoffnungen gesetzt. Diese konnten allerdings im Laufe des Buches in keiner Weise erfüllt werden. Milas Charakter konnte ich aus irgendwelchen Gründen nicht wirklich leiden und konnte von Anfang an ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen. Das ist für das Buch an sich natürlich schwierig. Die Schwester von Mila war angenehm und hat eine Frische in das Buch gebracht, die dieses auch dringend nötig hatte.
4.     Umsetzung: Die Kapitel sind aus den unterschiedlichen Sichten der beiden Protagonisten geschrieben. Zudem sind sie recht kurz gehalten, was das Buch kurzweilig erscheinen lässt. Ein Spannungsaufbau im klassischen Sinne war nicht zu finden, da auch die Liebesbeziehung nie wirklich auf dem Spiel stand. Man wusste, dass diese Streitereien irgendwie nicht echt waren. Und an vielen Stellen habe ich mit nur denken können: Warum hast du dir das nicht vorher überlegt Mädel.
Dann gibt es natürlich auch noch hochdramatische Stellen, die meiner Meinung nach nicht gut genug geschrieben waren, so das s trotzdem keine Gefühle in mir hochkamen.
5.     Cover: Das Cover passt zum Inhalt des Buches.
6.     Ende: Das Ende war meiner Meinung nach viel zu romantisch. Hatte einen zu großen Zeitsprung und war nicht meins. Ich mag es einfach nicht wenn irgendetwas romantisiert wird, was in einer Lache aus Kotze, ein Jahr vorher angefangen hatte. Ich habe auch überhaupt kein Interesse den zweiten Teil zu lesen.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           15 / 40
2.     Schreibstil:           2 / 15
3.     Charaktere:        4 / 20
4.     Umsetzung:       2 / 10
5.     Cover:                  5 / 5
6.     Ende                    2 / 10

                                                      30 / 100

Gesamtwertung:   3 P
Genrewertung:      4.5 P

Ich weiß leider jetzt schon, dass ich das Buch in ein paar Wochen vergessen habe und bin froh nicht den vollen Preis bezahlt zu haben.

Sonntag, 18. Juni 2017

Die Heckenritter von Westeros - George R.R. Martin

Die Heckenritter von Westeros

Genre: Fantasy
Autor: George R.R. Martin
Verlag: penhaligon
Preis: 15€
Seiten: ca. 400
ISBN: 978-3764531225

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Martin_GDer_Heckenritter__136273.jpg
Bildquelle 1, Bildquelle 2


, B3
1.     Handlung: Das Buch spielt 100 Jahre vor den Ereignissen von „Das Lied von Eis und Feuer“. Der Knappe Dunk nimmt nach dem Tod seines Herrn, einem Heckenritter, sein Schwert an und möchte an einem Turnier teilnehmen. Doch dafür muss als Erstes sein Ritterstand bestätigt werden, allerdings kennt sich Dunk, oder Ser Duncan der Große, noch viel zu lernen, da er sich in der Welt der Reiche und Mächtigen kaum auskennt. Zudem fehlen ihn die Kontakte, das Geld oder die nötigen Umgangsformen. Dunk ist ein fähiger Schwertkämpfer, doch das alleine macht ihn nicht zu einem Ritter. Auf dem Turnierplatz macht er sich so mehr Feinde als Freunde. Er zieht nun mit seinem neuen Knappen durch ganz Westeros.
Das Buch fasst die drei erschienen Kurzgeschichten über die Heckenritter mit ein und ist somit in drei einzelne Bücher unterteilt.
2.     Schreibstil: Normalerweise ist der Schreibstil von Martin extrem bildlich und in ihm sind extrem viele Details enthalten. In diesem Buch verhielt es sich meiner Meinung nach ein wenig anders. Der Schreibstil war sehr viel flüssiger zu lesen und man hatte keine Probleme und musste keine Sätze doppelt lesen. Allerdings fand ich auch, dass dadurch ein wenig von der Authentizität von Martins verloren gegangen ist. Ich persönlich mag den „typischen“ Martin Schreibstil wirklich sehr gerne, aber ich weiß auch, dass ich damit in der Unterzahl bin. Somit ist das Buch eher Massentauglich. Ansonsten mochte ich
3.     Charaktere: Die Charaktere in „Das Lied von Eis und Feuer“ sind ja, wenn man sie im Gesamten betrachtet, eher von hoher Geburt. Natürlich gibt es auch in diesem Buch reichlich davon, aber unser Hauptcharakter Dunk ist von niederer. Dadurch sollte man sich eigentlich einfacher mit ihm identifizieren können und er ist auch sehr bodenständig und sympathisch. Allerdings fand ich seinen Knappen Ei irgendwie interessanter. Er hatte durch und durch den interessanteren Charakter. Im Grunde hat das der kürze des Buches kaum einen Abbruch getan, aber es blieb nicht so hängen wie ich es von Game of Thrones gewohnt war. Das lag aber vielleicht auch an der Story. Trotzdem fand ich das die Charaktere einen gut durch die Story geleitet haben. Nach Martin Manier gab es auch in diesem Band wieder viel über die Geschichte von Game of Thrones. Dabei werden auch unglaublich viele Targaryen Charaktere und Könige genannt, da wir uns noch in der Zeit befinden wo diese das Königshaus waren. Die Namen dieser sind sich alle extrem ähnlich und deshalb empfehle ich das Buch mit einem Stammbaum daneben lesen, oder einfach die Historie nicht vollkommen zu verstehen.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung liegt in drei einzelnen Novellen vor, die allerdings eine absolut zusammenhängende Story ergeben. Das ist sehr bewundernswert. Allerdings ergibt sich kein extremer Spannungsbogen, da es immer um kleinere Dinge geht. Auch ständige Wiederholungen haben mich ein wenig genervt. Die Handlung war leider nicht so gut wie die der Hauptsaga. Allerdings ist sie eine nette Nebengeschichte, neben dem Meisterwerk. Man darf sich in diese Richtung also keine allzu großen Illusionen machen. Ein wenig habe ich in diesem Buch die Magie vermisst, Es gab keine weißen Wanderer, keine Drachen oder keine Blutmagie. Das gab die Story leider einfach nicht her.
5.     Cover: Das Cover ist so ähnlich wie die der Game of Thrones Bücher. Relativ schlicht gehalten, aber trotzdem sehr schön und irgendwie auch passend.
6.     Ende: Das Ende des Buches war irgendwie kein richtiges Ende. Das lässt auf einen zweiten Band oder wenigstens noch auf weitere Novellen schließen. Dadurch ging allerdings auch der Spannungsbogen über dieses eine Buch gesehen natürlich etwas verloren. Da man wahrscheinlich wieder lange auf das nächste Buch warten muss, hätte ich persönlich ein echtes Ende lieber gehabt.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           27 / 40
2.     Schreibstil:         12 / 15
3.     Charaktere:        13 / 20
4.     Umsetzung:          6 / 10
5.     Cover:                    4 / 5
6.     Ende                      5 / 10

                                                        67 / 100

Gesamtwertung:   6.7 P
Genrewertung:      7.5 P

Verlag Link: penhaligon Verlag

Donnerstag, 15. Juni 2017

Calendar Girl: verführt – Audrey Carlan


Calendar Girl: verführt

Genre: Liebesroman/Erotik
Autor: Audrey Carlan
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 13 €
Seiten: ca.360
ISBN: 978-3548288840

Bildquelle
1.     Handlung: Mia Saunders braucht viel Geld. Eine Million Dollar um ihren Vater zu retten. Dieser kann seine Spielschulden nicht mehr bezahlen und liegt im Koma, da er zusammengeschlagen wurde. Mia kommt also bei der Escort-Girl Agentur ihrer Tante unter. Dort kann man sie für 100.000 Dollar im Monat buchen. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals und wird extra abgerechnet. Doch als sie ihren ersten Kunden trifft, wirft sie alle ihre Vorsätze kurzerhand über Bord, denn es ist Wes und ein Monat voller Leidenschaft folgt. Doch eigentlich darf sich Mia gar nicht verlieben, da Wes nur Mr. Januar ist und im nächsten Monat ein anderer Mann folgt.
2.     Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist mir nicht als schlecht aufgefallen. An vielen Stellen waren die Wortwechsel einigermaßen intelligent und durchaus witzig, sodass man laut lachen musste. Auch die Sexszenen waren gut...und vor allem lange...beschrieben. Wer das also nicht mag, für den ist dieses Buch definitiv nichts. Es ist ganz klar ein Erotikbuch, auch wenn der Klappentext etwas anderes vermuten lässt. Ansonsten war der Schreibstil nicht besonders, aber man konnte der Handlung zu jeder Zeit gut folgen. Absolute normal, aber über dem Durchschnitt.
3.     Charaktere: Die Charaktere kann ich jedoch überhaupt nicht loben. Erst einmal zum Hauptcharakter Mia: Mia wird und zuallererst als ein starke, selbstständige Frau vorgestellt, die ihre Freunde sehr schätzt und zudem ihre Familie liebt. Allerdings hat sie wenig Geld und muss dafür richtig schufen. Eine starke Frau also, die sich schwört nicht mit ihren Kunden zu schlafen. Doch sobald die Wes das erste Mal sieht, wird sie zu einer Sexbesessenen. Das passt einfach nicht zu ihrem Charakter und lässt ihn unschlüssig wirken. Danach verliebt sie nicht in Wes, doch ihre Beziehung besteht im Grunde nur aus Sex und nicht viel mehr. Doch sie muss ihn verlassen und trifft auf Mr. Februar, der genauso sexy ist, natürlich ist ihr ihre Liebe vollkommen egal und lässt sich sofort auf den Neuen ein und dieses Verlangen geht auch ganz klar von ihr aus. In dieser ganzen Zeit vergisst sie vollkommen ihre Freunde und auch mit ihrer Familie hält sie nicht gut Kontakt. Wieder widerspricht sich der Charakter in sich. Im März kommt Mias Charakter besser durch, aber ganz zufrieden bin ich irgendwie auch nicht damit gewesen, da der Fokus verschoben wurde, von Mia weg. Die anderen Charaktere sind relativ flach gehalten und nur hin und wieder blitzen andere Emotionen als Sex durch.
4.     Umsetzung: Im Grunde ist das Buch in drei Teile unterteilt in die drei Monate. Der Spannungsbogen soll dadurch aufgebaut werden, dass sich Mia schon im ersten Monat in ihren ersten Kunden verliebt und aufgrund dessen sich bei den anderen unwohl fühlt und eben immer nur an den Einen denken kann. Allerdings passiert das nicht, da man manchmal sogar denken kann, dass Mia Wes überhaupt nicht wirklich liebt, sondern nur den Sex liebt. Allerdings scheint Wes stärkere Gefühle zu haben, das macht Mia einfach zu keiner Sympathieträgerin und man kann sich nicht mehr mit ihr identifizieren, da sie unbegründete Entscheidungen trifft, die auch unlogisch wirken. Dadurch geht auch der Spannungsbogen verloren. Natürlich gibt es auch ein paar überflüssige Szenen vor allem auch im Erotikbereich. Das macht das Buch aber irgendwie auch Genrekonform. Allerdings hätte es dieses Genre auch ein wenig ausreizen können mit einer anderen Attitüde, die aber nicht durchkommt. Das ist sehr schade.
5.     Cover: Das Cover finde ich wunderschön und passt auch zu der Reihe.
6.     Ende: Das Ende hatte keine Überraschungen, da es ja auch wieder nur zum nächsten Kunden geht. Irgendwie ist das Ende dadurch eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Das war irgendwie schade, aber ich fand auch gut, dass nicht wieder einer der typischen Cliffhanger eingebaut wurde. Aber natürlich verliert man auch ein wenig den Anreiz weiterzulesen. Irgendwie hatte ich leider das Gefühl, dass man viel mehr aus dem Buch hätte herausholen können.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           18 / 40
2.     Schreibstil:           8 / 15
3.     Charaktere:          5 / 20
4.     Umsetzung:         4 / 10
5.     Cover:                   5 / 5
6.     Ende                     5 / 10

                                                  45 / 100

Gesamtwertung:   4.5 P
Genrewertung:        6 P

Verlag Link: UllsteinVerlag

Dienstag, 6. Juni 2017

Paper Palace - Erin Watt


Paper Palace

Genre: Young Adult/Erotik
Autor: Erin Watt
Verlag: Piper Verlag
Preis: 13€
Seiten: ca. 400
ISBN: 978-3492060738

Paper Palace
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1.     Handlung: Reed und Ella sind widervereinigt und jetzt besteht die Gefahr, dass sie wieder getrennt werden. Reed wurde verhaftet, wegen des Mordes an Brooke, behauptet allerdings unschuldig zu sein. Zudem taucht Steven O’Halloran, Ellas totgeglaubter Vater, wieder auf. Ellas Leben wird also vollkommen auf den Kopf gestellt. Doch was wird aus Reed und gibt es in dieser Familie vielleicht noch mehr dunkle Geheimnisse? Was wird aus Ella und Reeds Beziehung und wer ist Steven O’Halloran als Person.
2.     Schreibstil: Der Schreibstil der beiden Autorinnen hat sich in der gesamten Reihe nicht zum schlechten und nicht zum besseren gewendet. Es werden nach wie vor viele vulgäre Wörter benutzt und zudem wird viel geschimpft. Das macht einen Großteil des Wortschatzes aus und die Figuren unterscheiden sich kaum darin.
3.     Charaktere: Auch sind die Charaktere nicht besonders tiefsinnig. Ich erwarte überhaupt nicht, dass die Charaktere besonders tiefsinnig sind, allerdings das sie in sich stimmig dargestellt sind.
Meiner Meinung nach ist Steven das größte Problem. Zudem wandeln sich die Familienmitglieder der Royals auch kaum. Vor allem Ellas Charakter hat sich komisch angefühlt und Reed nicht mehr verstanden. Das macht die gesamte Liebesgeschichte und der das Buch aufgebaut ist kaputt. Auch der Charakter Jordans ist daneben und falsch dargestellt, denn auch ein Bösewicht braucht immer auch eine gute Seite. Ansonsten ist er uninteressant.  Ich hatte also herbe Probleme mit Stevens und Ellas Charakter.
4.     Umsetzung: Die Umsetzung war in den anderen Büchern immer sehr knackig aufgrund der kurzen Kapitel. Das habe ich leider ein wenig vermisst. Die Abwechslung durch die wechselnden Sichten der Kapitel fand ich besser gelungen als in den vorangegangenen Büchern. Schade war, dass die Handlung vollkommen vorhersehbar war. Es gab keine Überraschungen und der Plottwist war keiner. Dadurch ist auch der sowieso kaum vorhandene Spannungsbogen nicht mehr wichtig.
5.     Cover: Das Cover ist genauso wie die anderen unglaublich schön gestaltet und strahlt von innen. Zusammen ist die Reihe wunderschön im Bücherregal.
6.     Ende: Das Ende wird durch die Vorhersehbarkeit zerstört. Das Ende nach dem Plottwist ist meiner Meinung nach auch etwas schwierig, da ich mir etwas Überraschendes und vielleicht auch Neues gewünscht hätte. Vielleicht auch eine  Zukunftsblende. Aber man kann ja nicht alles haben.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:        15  / 40
2.     Schreibstil:        4  / 15
3.     Charaktere:       4 / 20
4.     Umsetzung:      4 / 10
5.     Cover:                 5  / 5
6.     Ende                    3 / 10

                                                    35  / 100

Gesamtwertung:   3.5 P
Genrewertung:      4 P

Verlag Link: Piper Verlag

Montag, 5. Juni 2017

Hamlet - William Shakespeare


Hamlet

Genre: Drama
Autor: William Shakespeare
Verlag: Fischer
Preis: 8€
Seiten: ca. 150
ISBN: 978-3596900343

http://www.fischerverlage.de/media/fs/15/978-3-596-90034-3.jpg
Bildquelle
1.     Handlung: Im Mittelpunkt der 1602 uraufgeführten Tragödie steht Hamlet, der junge Prinz Dänemarks, der aufgerufen ist den Mord an seinem Vater zu rächen. Mit Intrigen versucht Claudius der unrechtmäßige König den Thron und seine Ehre zu retten.
2.     Schreibstil: Wie ich bei Klassikern immer sage: Ich bin keine Fachfrau und kann deshalb nur als Laie bereichten.
Versform und epische Form wechseln sich ab. Man muss natürlich Zeit investieren dieses Buch (Theaterstück) zu lesen, da wir heutzutage diese Sprache nicht mehr gewöhnt sind. Man kommt also nicht drum herum Abschnitte doppelt zu lesen und auch mal das Internet zu rate zu ziehen.
3.     Charaktere: Die Charaktere waren sehr interessant und jeder hatte seine spezifische Rolle zu spielen. Vor allem Hamlet faszinierte mich mit seinen ausschweifenden Monologen. Auch die Geliebte Ophelia durchläuft eine große Entwicklung. Die Charaktere versuchen sich gegenseitig gegeneinander auszuspielen und ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Daraus ergeben sich allerdings auch Opfer er Ränkespiele.
4.     Umsetzung: Die Tragödie besteht aus 5 Akten, bei denen der 5. Der finale und entscheidende ist. Der Erste dient als Exposition. Der Spannungsbogen spannt sich nicht nur darüber sondern steigt stetig, bis er abrupt endet. Man kann kaum atmen so sehr fesselt die Geschichte durch diesen Aufbau.
5.     Cover: klassisch Klassiker
6.     Ende: Das Ende war einer solchen Tragödie passend. Natürlich nicht in allen Einzelheiten beschrieben, da es ein Theaterstück ist. Aber eben noch hochdramatisch und endgültig. Danach folgt ein meiner Meinung nach charmanter Ausklang mit einem Hoffnungsschimmer.
7.     Bewertung:

1.     Handlung:           30 / 40
2.     Schreibstil:         15 / 15
3.     Charaktere:        18 / 20
4.     Umsetzung:        10 / 10
5.     Cover:                     3/ 5
6.     Ende                     10/ 10

                                                        8,6 / 100

Gesamtwertung:   8.6 P
Genrewertung:      9 P

An dieser Stelle möchte ich noch einmal eine absolute Empfehlung aussprechen für dieses Buch wenn man mit Klassikern anfangen möchte oder auch mit Shakespeare. Das Buch ist relativ kurz und man kann selber entscheiden wie tief man in die Materie eindringen möchte. Das funktioniert auch wunderbar ohne Lektüreschlüssel (kommt auf die Tiefe an) und nur mit einer Zusammenfassung. Also, wer mit Klassikern anfangen möchte, Hamlet eignet sich.